Als ich am nächsten Morgen aufwache, kann ich nur noch daran denken, wie glücklich ich bin.
Ich sehe auf die Uhr. Sieben Uhr. Ich putze mir die Zähne, wasche mein Gesicht, schminke mich und packe dann die restlichen Sachen ein und gehe frühstücken.
„Guten Morgen, na schon aufgeregt Liebes?“ Papa sieht mich hoch erfreut an. Freut er sich für mich, oder für die Zeit ohne mich?
„Och ja, nicht so wirklich.“ Sage ich, aber das ist gelogen. Ich bin aufgeregter, als ein Tag vor meinem Geburtstag. Ich setzte mich an den Tisch und schmiere mir ein Brot mit Marmelade, dann eins mit Käse und mit Salami. Ich überlege kurz, komme dann aber zum Entschluss noch eins mit Käse und mit Salami für Mason. Ich esse mein Brot mit Marmelade und gehe hoch. Ich ziehe mir eine kurze Hose, ein Top und eine Sweatshirt Jacke an. Sportschuhe passen immer. Ich packe aber noch ein paar Schuhe mit ein. Mein Laptop darf auch nicht fehlen. Und mein Handy. Ich habe noch eine Kleine Tasche bei mir, die ich als Handgepäck mitnehmen werde. Ich bringe mein Gepäck runter und streichle Winnetou. Mama wollte nicht, dass ich ihn mitnehme. Sie sagte, sie wolle nicht, dass er in den Gepäckraum kommt. Ich stehe unten im Flur und warte auf Mama. Sie kommt und bringt mein Gepäck ins Auto, während ich mich in den Stall davon schleiche, und Dusty, Black Rose und Jeany auf ihre Paddogs stelle. Ich verabschiede mich von Papa, bedanke mich bei Sebastian und steige ins Auto. Mama fährt zu Mason und Jane. Wir holen die beiden von Zuhause ab und fahren zum Flughafen. Am Flughafen, müssen wir als erstes durch einen Bogen, der anfängt zu piepen, wenn wir etwas aus Metall bei uns haben, glaube ich. Unser Gepäck geht durch eine Schleuse, wo die Menschen, die auf den Bildschirm sehen, was da drin ist. Dann müssen wir zum Check-in, wo wir unser Gepäck abgeben und noch irgendetwas. Das machen aber Mama und Jane. Zum Schluss verabschieden wir uns von ihnen und gehen noch einmal durch einen Sicherheitscheck. Wir müssen zu Gate 11a. Wir müssen eine Stunde warten, bevor wir ins Flugzeug können, aber auch dafür müssen wir wieder durch einen Check. Jetzt vergleichen sie die Namen auf dem Flugticket mit denen auf dem Ausweis, oder Reisepass. Da Mason und ich relativ gute Plätze haben, können wir im Notfall relativ schnell raus und haben einen super tollen Ausblick. Der Flug hat einen Zwischen Stopp und dauert rund 14 Stunden. Wir fliegen von Bremen nach Houston. Von dort werden wir abgeholt und fahren ins ländliche. Mason sagt, dass es dort Schlangen gibt und vor allem Spinnen, giftige Spinnen. Ich habe eine Spinnenphobie. Nicht bei den normalen kleinen Spinnen, die wir im Stall haben, sondern die Kellerspinnen.
„Weißt du, wie spät es ist?“ Frage ich Mason. Er sieht noch einmal bevor wir starten auf sein Handy und macht es dann aus.
„Gleich halb elf. Um halb elf fliegen wir voraussichtlich los.“
Ich nehme mir noch schnell mein Handy, schreibe Mama, dass wir im Flugzeug sitzen, schalte mein Handy aus und nehme die Telefonkarte raus.Ich habe vorsorglich noch ein Buch in meine Tasche gepackt, bevor mir langweilig wird. Mama hat an meine Reisekrankheit gedacht und mir Schlafmittel und Reisetabletten eingepackt. Mal sehen, was ich hier sonst noch habe. Geld. 500 Euro, Brote, mein Buch, die Medikamente, mein Handy und was ist das? Ich drehe das, was ich in der Hand habe, hin und her, und werde trotzdem nicht klug daraus. Es ist so groß wie ein Buch, hat einen Verschluss ohne Schloss und ist mit Sand beklebt. Es ist ein Fotoalbum, aber wie geht es auf? Ah, da ist ein Magnet an einem Armband. Mama hat mir ein Armband gemacht, mit einem Magneten, mit dem ich das Album öffnen kann. Ich mache das Album auf mache mir das Armband ums Handgelenk zu den anderen Armbändern und werfe einen Blick ins Fotoalbum. Da ist ein Foto von Jeany und mir und da unten eins von Rantanplan und Winnetou. Ich vermisse sie jetzt schon. Da sind so viele schöne Fotos drin, dass ich gar nicht weiß, welches das Schönste ist. Nach fünf sieben Stunden müssen wir umsteigen. Wir brauchen unser Gepäck nicht ab zu holen, denn es wird sofort weiter verladen. Wir selber, aber müssen wieder durch unendlich viele Sicherheitskontrollen. Im Gate angekommen, könnte ich sofort einschlafen. Wir haben es nach Deutscher Zeit halb sieben Uhr abends. Sieben Stunden noch und es ist zwei Uhr nachts. Und dann die Zeitverschiebung um sieben Stunden zurück, was bedeutet, dass wir um sieben Uhr nach der Zeitverschiebung in Houston ankommen. Dann noch drei Stunden fahrt und wir sind da. Ich denke ich werde sofort schlafen. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich jetzt schlafen will, oder ob ich heute Nacht um „4“ schlafe. Wir dürfen endlich ins Flugzeug und weiter fliegen. Ich wache um zehn Uhr nach Deutscher Zeit auf. Neben mir sitzt Mason und sieht den Film, den alle sehen, denen langweilig ist. Nach fünf Minuten schlafe ich wieder.
„Lena, wach auf! Sieh mal da, das ist Amerika.“ Sagt Mason und deutet an mir vorbei zum Fenster heraus. Ich sehe aus dem Fenster und was ich da unten sehe, ist so schön, dass es kaum zu beschreiben ist. Überall in der Abenddämmerung sind Lichter. Wohin das Auge reicht. Ich sehe auf die Uhr, die ich mittlerweile auf Amerikanische Zeit gestellt habe. Halb sechs. Eineinhalb Stunden noch, dann sind wir da. Ich könnte vor Müdigkeit umfallen, obwohl ich sitze. Ich schlafe wieder ein. Als nächstes werde ich wach, als das Flugzeug zur Landung ansetzt.
„Lass uns mal ein wenig aufräumen.“ sage ich zu Mason, denn wir haben auf unseren zwei Plätzen so viel Müll, dass ich gar nicht mehr weiß, wo der her kommt. Wir sehen noch ein wenig zu, wie das Flugzeug mit einem leichten „Plums“ auf dem Boden auf kommt. Ich mache den Gurt nun auf und warte, bis wir aussteigen dürfen. Wir gehen als erstes eine Treppe vom Flugzeug runter zum Flugplatz. Dort werden die Passagiere mit Bussen abgeholt, und zum Flughafengebäude gebracht. Dort müssen wir wieder einige Treppen hoch, und dann durch die Passkontrolle, wo wir einen Stempel in unseren Reisepass bekommen. Als nächstes müssen wir unser Gepäck abholen. Wow, mein Koffer ist als viertes da, aber Masons Koffer braucht noch eine ganze Weile. Irgendwann gehen wir in den Bereich, wo die Menschen mit den Schildern immer stehen. Bei Masons Onkel steht: Mason and his wonderful Girlfriend.
Das hat sich aber schnell herum gesprochen!