Ich bin auf einer Wiese. Die Wiese ist mit Blumen übersät und riesig groß. Ich laufe, springe und hüpfe umher. Bei mir sind Winnetou, Black Rose und Jeany. Ich bin überglücklich. Plötzlich verschwimmt die Wiese und ich höre Stimmen, die leise miteinander tuscheln.
Meine Augen blinzeln in helles Licht und langsam gewöhne ich mich daran und erkenne ein paar unbekannte Gesichter um mich herum. Sie sehen mich erwartungsvoll an, nur dass heute nicht mein Geburtstag ist, und diese Menschen weder meine Familie sind, noch in meinem Zimmer um mein Bett herum stehen. Ich will mich gerade aufrichten, da verschwimmt das Bild wieder und als ich das nächste mal aufwache ist es Mama, die an meinem Bett sitzt und mich anlächelt, bevor mich die Medikamente wieder in die tiefen meines Traumes entführen.
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Der Abend war viel zu früh vorbei und auch die Nacht, war zu kurz zum ausschlafen. Der nächste Tag begann für mich zu früh. Der Lärm weckte mich. Ich krieche also aus dem Zelt, dass ich mit Laura teilte, hinaus, um zu sehen, was dort draußen los ist . Plötzlich höre ich hinter mir Schritte und als ich mich umsehe, erkenne ich Mason, der wohl auch wegen der lauten Geräusche draußen wach geworden war. Die Peinlichkeit von gestern Abend war immer noch nicht ganz vorüber. Ich schämte mich für die Gefühle, die ich mir eingestehen musste.

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Als die Schule aus ist, kommt Laura zu mir herüber gestürmt. „Habe ich dir schon erzählt, dass meine Eltern das Wochenende über verreisen? Sie fahren nach Juist. Kann ich bei dir übernachten?“ Sie ist ganz aufgeregt vor Freude.

„Natürlich“, antworte ich, während ich meine Sachen zusammen packe.

Wie gewohnt treffen wir uns vor dem Haupteingang der Schule.

„Was machen wir dieses Wochenende?“ will André wissen.

„Ich übernachte bei Lena“, antwortet Laura stolz.

„Lass uns doch Campen gehen. Ich habe eine schöne Strecke im Wald gefunden!“ Sagt André und beißt von seinem Pausenbrot ab.

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„Happy Birthday!“ Als ich aufwache, steht meine Familie um mich herum und sieht mich erwartungsvoll an. Sebastian, mein älterer Bruder, steht mit einer Torte in der Hand an meinem Bett und sagt: „ Herzlichen Glückwunsch zu deinem 15. Geburtstag, Schwesterchen! Ich hoffe es wird ein erfolgloses Jahr…!“. Er sieht mich an und zwinkert mir zu. Es ist genau halb sieben, Zeit um aufzustehen. Heute ist Freitag und wir haben früher Schluss, weil ein Lehrer fehlt und die Schulleitung keinen Ersatz gefunden hat. Als ich das Haus verlasse, stehen auch schon meine drei besten Freunde André, Laura und Mason in der Einfahrt, des Hofes. Meine Eltern, Sebastian und ich wohnen auf einem Reiterhof. Wir haben ihn geerbt, als Opa vor fünf Jahren starb. Damals war ich erst zehn Jahre alt. Oma lebt seitdem im Anbau unseres Hauses. André, Mason, Laura und ich haben einen Stall mit fünf Boxen für uns allein. Mason, Laura und André haben jeweils ein Pferd. Ich habe zwei, aber nur eins der beiden reite ich regelmäßig. Jeany ist sechs Jahre alt und das Pferd, dass ich regelmäßig reite. Black Rose wird überwiegend als Schulpferd eingesetzt, steht dennoch in unserem Stall.

Als ich oben in der Einfahrt ankomme werde ich von allen mit Wunderkerzen begrüßt. Sie singen Lieder für mich, haben mir Geschenke mitgebracht und selbst einen Minikuchen gebacken. Durch diese vielen Extras müssen wir uns nun aber beeilen. André, Laura und ich gehen in die Klasse 9b. Mason geht in die 10c. Wir haben gleich Mathe bei Frau Wolf und die duldet keine Verspätung. Geburtstag hin oder her.