Heute Morgen, sind Mason und ich schon früh wach. Als ich aufstehe, ist es kurz nach sieben. Ada ist fast genau um acht Uhr wach.

Guten Morgen“, sage ich. Sie sieht mich ein wenig verschlafen an.

Na, gut geschlafen?“, fragt Mason.

Sie nickt.

Ich nehme sie mit ins Badezimmer, wo ich eine Packung Kinderzahnbürsten aufmache und eine raus nehme und mit Kinderzahnpasta bestreiche. Ich putze erst ihr und dann mir die Zähne. Dann lasse ich Wasser in die Badewanne einlaufen, mache ein wenig Badeschaum rein und ein paar Spielzeuge und setzte dann Ada hinein. Sie zu Baden, ist kein Problem, nur sie da wieder heraus zu bekommen, ist etwas schwieriger.

Ich will noch nicht raus!“, sagt sie mit hoher Kinderstimme und so, dass man das, was sie gesagt hat, erst einmal entschlüsseln muss.

Komm, das Handtuch ist ganz warm!“, versuche ich sie heraus zu locken.

Nein!“, ist ihre Antwort. Ich hebe sie einfach heraus. Sie fängt an zu weinen, was mir auf der einen Seite Leid tut, aber anders hätte ich sie nicht heraus bekommen. Ich wickle sie schnell in das Handtuch ein und bringe sie ins Kinderzimmer. Dort ziehe ich ihr warme Sachen an, denn es ist heute kalt draußen und es regnet. Ich nehme nun die immer noch weinende Ada mit ins Esszimmer, setzte sie in den Kinderstuhl, mache den Trinkbecher voll mit Milch und nehme Frühstückssachen mit.Wir frühstücken zusammen und machen uns einen gemütlichen Tag im Haus. Ich rufe noch Laura an.

He, Laura. Wie geht es dir?“, frage ich.

Super, Jeany und Black Rose geht es auch gut. Und was macht ihr so und wie geht es euch? Ist noch irgendwas passiert, was erwähnenswert ist? Zum Beispiel, habt ihr schöne Pferde oder so?“

Laura, es ist etwas ganz unglaubliches passiert!“

Was denn? Nun sag schon!“

Ich habe im Wald ein ausgesetztes Kind gefunden, dass jetzt bei uns in der Ferienwohnung lebt, bis ein Platz im Kinderheim frei wird.“

Hahaha, das ist gut, aber nein, jetzt mal ernsthaft, was macht ihr so den ganzen Tag?“

Warte, Ada, komm wir schicken Tante Laura mal ein Foto.“

Du meinst es ernst?“

Ja, wenn ich es dir doch sage!“

Und was macht ihr jetzt mit ihr?“

Ich erzähle ihr jedes bisschen. Nach einer dreiviertel Stunde legen wir auf.

Lena, Ada schläft jetzt. Was machen wir.“, fragt Mason. Seit dem wir angekommen sind, haben wir kaum was gemeinsam gemacht.

Lass uns Willi mal nach den Führungen fragen. Vielleicht gibt es ja einen Art Plan.“

Gut, das Babyphone habe ich hier.“ Er hält es hoch. Bei Willi und Sarah klopfen wir an die Tür. Willi ist nach Houston City gefahren. Sarah meint aber, dass wir morgen Mittag einen Ausritt machen. Mason und ich gehen auf die Terrasse. Wir setzten uns auf eine Bank. Heute ist es kühl draußen. Ich habe sogar eine Strickjacke an.

Lass uns heute Abend ausreiten.“,schlägt Mason vor.

Und was ist mit Ada? Wir können sie nicht einfach alleine lassen.“, gebe ich zu bedenken.

Wir können sie ja ins Bett bringen und Willi und Sarah passen auf. Das merkt sie schon nicht, dass wir weg sind.“ Stimmt, ich sollte mich nicht zu sehr an sie hängen. Das ist nicht gut, denn sie kommt in ein paar Tagen oder Wochen ins Kinderheim.

Gut, dann reiten wir heute Abend aus. Kennst du denn schöne Wege?“, frage ich.

Ja, ich habe als ich acht war, meine Sommerferien hier verbracht.“

Oh, cool. Dann sollten wir sie spätestens halb sieben ins Bett bringen, aber wenn wir wollen, dass sie schläft, sollten wir zusehen, dass sie müde ist.“, sage ich.

Gut, ich würde sagen, einer von uns kocht und der andere reitet mit ihr.“, sagt Mason.

Kannst du kochen?“, frage ich hoffnungslos.

Nein.“, sagt er. Na super. Ich koche er geht mit ihr reiten.

Gut, ich mach’s.“,sage ich.

Danke, Lena!“, sagt er und küsst mich. Das erste mal seit Tagen…

Nach einer Stunde wacht Ada auf. Sie ist es noch nicht gewöhnt im Kinderzimmer auf zu wachen. Ich gehe zu ihr, nehme sie auf den Arm, und wiege sie hin und her. Sie ist so unglaublich süß.

Sie weint, vermutlich vermisst sie ihre Mutter. Ich wüsste zu gern, was passiert ist, warum die Mutter sie wieder sehen will, wenn sie sie doch ausgesetzt hat. Wieso hat die Mutter das getan?

Ich bringe sie nach unten. Sie ist immer noch im Schlafsack. Mason kommt mir zur Hilfe. Er nimmt sie mir ab. Wir sitzen auf dem Sofa.

Ada, was ist?“, fragt er.

Ich habe geträumt.“ entschlüssle ich ihre Wörter.

Gut, aber der Traum ist vorbei. Jetzt ist alles wieder gut, okay? Guck, hier ist alles gut.“ Sie beruhigt sich ein wenig und Mason wiederholt leise „Alles Gut“.

Nach zehn Minuten schläft sie wieder. Wahrscheinlich ist sie durch den Traum wach geworden. Sie tut mir so unglaublich Leid. Ich würde sie so gerne mitnehmen, aber das geht nicht, oder doch? Und was würden meine Eltern sagen? „Nein!“ Höre ich die Stimme meines Vaters. Die meiner Mutter jedoch nicht.

Ada liegt auf Masons Brustkorb und umklammert seinen Hals. Die beiden sehen so süß aus. Mason steht auf, und trägt sie nach oben, als eine ganze Zeit vergeht und er immer noch nicht wieder da ist, weiß ich, dass er sich zu ihr gelegt hat. Ich gehe nach oben und lege ein paar Sachen zum anziehen raus. Eine Hose, ein Sweatshirt und eine Regenjacke, wenn sie gleich raus gehen. Die Regenjacke ist blau, hat weiße Punkte und rote Knöpfe. Das wird ihr sicherlich stehen. Sie hat blonde Haare und die gestuft. Die sind aber natürlich so also nicht geschnitten. Sie hat lange Haare und ganz glatt. Ungefair wie ich. Und sie hat auch blaue Augen. Ihre Augen sind aber nicht blau- grün, sondern hellblau. Ich gehe ins Schlafzimmer und lege mich neben die beiden. Sie liegt zwischen uns und schläft. Ich nehme sie sanft hoch, und lege sie ins Kinderbett. Mason und ich gehen runter und ich fange an zu kochen. Erbsen und Möhren. In den Topf werfen und ein wenig umrühren. Das hätte Mason doch auch geschafft. Ich mache Salat und Spinat. Das hat Oma früher, als ich in Ada’s Alter war, auch immer gemacnde ich einen Badeanzug, der ihr perfekt passt. Ich will doch nicht schwimmen gehen. Ich gehe reiten.ht. Um viertel nach eins wacht Ada auf. Ich nehme sie aus dem Bett, ziehe ihr die Sachen sie an, nehme die Jacke mit nach unten und setzte sie in den Kinderstuhl. Ich decke den Tisch und verteile das Essen.

Wollen wir beiden gleich reiten gehen, oder schwimmen?“, fragt Mason. Schwimmen? Wir hatten reiten gesagt. Ich werfe ihm einen fragenden Blick zu und er nickt.

Schwimmen.“, sagt Ada. Ich komme mit, habe ich gerade beschlossen. Ich will auch schwimmen.

Ada, dann lass uns doch mal hoch gehen und sehen, was wir so an Schwimmsachen haben.“

Im Schrank finde ich einen Badeanzug, der ihr perfekt passen würde. Ich packe noch Schwimmflügel, einen Bademantel und Handtuch ein. Dann kümmre ich mich um meine Tasche. Ich nehme meinen Bikini, ein Handtuch, einen Bademantel und Shampoo ein. Fehlt noch was? Oh ja! Geld und der Transport. Wir gehen zu Willi, der mittlerweile wieder da ist, und fragen, ob er uns zum Schwimmbad bringen kann, aber er meint, dass man das Wasser im Pool unseres Gartens erhitzen kann. Natürlich brauchen wir dann nicht mehr ins Schwimmbad, denn im Garten gibt es zwei Pools. Einmal für Schwimmer und für Nichtschwimmer. Wir ziehen uns um und springen rein. Im ersten Moment ist es kalt, aber wer sich aufwärmen will, sollte ins kleine Nichtschwimmer Becken gehen, denn dort ist es warm. Wir schwimmen den ganzen Tag. Irgendwann, als es schon sechs Uhr ist, gehen wir raus, trocknen uns ab, Mason und ich ziehen uns an, bringen unsere Sachen wieder rein, hängen sie auf. Ich gehe mit Ada ins Kinderzimmer und ziehe ihr den Schlafanzug an, lege sie in den Schlafsack, bringe sie ins Bett und stelle das Babyphone an.die erste Zeit lang weint sie, aber nach zehn Minuten, ist sie am schlafen. Wir gehen in den Stall und reiten aus. Wir reiten bis neun Uhr umher.

Das erste mal, als wir uns gesehen haben, waren wir fünf“, erinnert sich Mason.

Ja, und du hast mir meine Schaufel weggenommen!“, sage ich gespielt ernst, und wir müssen lachen.

Ich habe sie dir nur weggenommen, weil du meinen Schlammkuchen zerstört hast!“, verteidigt er sich.

Der sah aber hässlich aus, und außerdem, kannst du nicht kochen, geschweige denn backen.“

Wo du recht hast, hast du recht.“, sagt er mit einem Lächeln. „Ich liebe dich.“, sagt er noch mal zur Verstärkung.

Ich auch.“, flüstre ich.

Um halb zehn reiten wir zurück.

Ich hole mal Ada zu uns.“, sagt er, als wir schlafen gehen wollen.

Vielleicht ist es auch ganz gut, dass sie da schläft.“, gebe ich zu bedenken.

Aber sie ist doch eh nicht lange da. Lass uns sie holen.“ Ich willige ein, gehe in ihr Zimmer, und hebe sie vorsichtig aus dem Kinderbett heraus. Sie verliert ihren Schnuller, und wird wach.

He, nichts passiert.“,sage ich. Ich wiege sie hin und her, nehme den Schnuller vom Boden, gehe mit Ada auf dem Arm ins Bad, halte den Schnuller unter lauwarmes Wasser und stecke ihn in den offenen Mund, der ungeduldigen Ada. Ich lege sie ins Bett, decke sie zu, gehe ins Bad, putze meine Zähne, ziehe meinen Schlafanzug an und gehe auch schlafen.

Gute Nacht.“, wünscht Mason mir, aber ich kann nicht mehr antworten, denn ich realisiere es gar nicht mehr. Ich bin so müde, dass ich sofort, mit Ada im Arm einschlafe. Am nächsten Morgen wache ich um acht Uhr auf. Mason und Ada schlafen noch. Ich will nicht, dass Mason auf wacht, wenn Ada wach wird. Ich trage Ada mit runter, ins Wohnzimmer und lege sie vorerst auf das Sofa. Ich hole einen Buggy aus dem Keller, stelle die Lehne runter, und lege Ada vorsichtig hinein. Ich gehe mit ihr spazieren. Nach einer halben Stunde wacht sie auf. Ich stelle die Lehne hoch, damit sie auch etwas sehen kann. Sie kommt heraus und ich ziehe ihr eben den Schlafanzug aus. Ich setze sie in den Buggy und fahre weiter. Wir gehen einkaufen. Ich gehe durch den Laden und überlege dabei, was wir in den nächsten Tagen essen könnten und packe es in den Buggy. An der Kasse müssen wir lange warten, worauf hin Ada versucht, aus dem Buggy zu klettern, bzw. darin herum zu klettern. Selbst als wir draußen sind, und ich sie schon öfter gebeten habe, im Buggy zu bleiben, wird es nicht besser. Ich setze sie in den Buggy und schnalle sie an. Sie weint, aber was hätte ich denn tun sollen? Zuhause, gibt es erst einmal Frühstück. Ada will aber nichts essen, sondern schmeißt ihr Brot immer wieder vom Teller auf die Tischdecke. Langsam nervt es mich.

Ada,“, sage ich ruhig, „könntest du bitte aufhören dein Essen umher zu schmeißen?“

Zur Antwort, bekomme ich ein freches Grinsen.

Ich meine es ernst.“, sage ich mit nicht mehr ganz so beherrschter Stimme.

Nun fängt sie an zu kichern. Ich nehme sie aus dem Kinderstuhl, gehe hoch, ins Zimmer, ziehe ihr den Schlafanzug an, mittlerweile weint und schreit sie, lege sie ins Kinderbett, und gehe runter Frühstücken. Sie weit relativ lange. Was war bloß passiert? Sie war doch sonst nie so. Schmeckte ihr das Brot nicht? Um elf Uhr wacht sie auf. Sie hat doch noch geschlafen. Ich nehme sie aus ihrem Bett, ziehe ihr wieder ihre Sachen an und gehe runter.

Hast du Hunger?“, frage ich.

Sie schüttelt den Kopf. Ich beschließe heute noch ein wenig herum zu fahren. Ich nehme Ada auf den Arm, setzte sie in den Buggy und gehe los. Ich laufe einfach die Straße zum nächsten Örtchen entlang. Ada fängt wieder an, im Buggy herum zu klettern, deswegen schnalle ich sie wieder an. Irgendwann, fängt sie an zu nörgeln und als ich auf die Uhr sehe, weiß ich wieso. Es ist schon halb drei. Ich stelle die Lehne runter, gebe ihr ihren Schnuller und laufe weiter. Nach ein paar Minuten schläft sie. Ich gehe wieder zurück. Nun sind schon fünf Tage unseres Urlaubes um. Zuhause angekommen, planen Mason und ich einen Ausflug. Wir wollen in ein kleines Dorf fahren, wo man in Baumhäusern sitzen und zu essen kann. Um viertel vor vier geht es los. Wir setzten Ada vorsichtig in den Kindersitz und ich versuche sie an zu schnallen, doch ich komme mit den Gurten von Kleinkinder- Kindersitzen nicht zurecht. Deswegen muss Mason sie anschnallen. Mason fährt. In den kleinen Ortschaften, um Houston herum, darf er das. Da er schon 16 Jahre alt ist, und bald 17 wird, hat er schon einen Führerschein. Ich setze mich auf den Beifahrersitz und wir fahren los. Wie die Luxusvilla, bekommen wir nun auch einen super tollen Geländewagen zur Verfügung gestellt. Die Sitze sind sehr bequem und es ruckelt wenig beim Fahren, sodass Ada auch gut schlafen kann. Nach einer halben Stunde Fahrt, wird sie wach und als sie merkt, dass wir in einem Auto sitzen, fängt sie an zu schreien und zu weinen. Mason fährt an den Rand, und geht zu ihr.

Was ist los, Ada?“, fragt er mit einer besänftigenden Stimme, doch dieses mal reagiert sie nicht darauf. Die versucht den Gurt auf zu machen. Ich glaube, das Geräusch, das ich hörte, bevor ich Ada fand, waren quietschende Autoreifen. Ich gebe Mason mit einem Blick zu verstehen, dass da nichts zu machen ist, und wir am besten weiter fahren. Vermutlich haben sie Ada mit dem Auto da hin gebracht, und ausgesetzt. Bevor wir los fahren, setze ich mich für ein paar Minuten nach hinten, zu ihr. Sie versucht immer noch den Gurt zu öffnen. Wir reden ein wenig mit ihr und erklären ihr, dass wir einen Ausflug zu einem Dorf voller Baumhäuser fahren, wo es auch super tolle Spielplätze gibt. Nach zehn Minuten haben wir es geschafft, sie zu beruhigen, und wir können weiter fahren. Nach einer dreiviertel Stunde, sind wir da. Wir parken und machen uns einen super schönen Tag. Wir essen mittlerweile zu Abend. Das ist sehr lecker. Es gibt alles, was man braucht. Ich bin glücklich und denke, das sind Mason und Ada auch.

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