Skaaa

Posted by: Anna Reimer in Allgemein, Geschichten, Skaaa No Comments »

Ich glaube jeder vernünftige Jugendliche in unserem Alter hat das Verlangen auf Abenteuer- sich ein Auto zu nehmen und einfach ans Meer zu fahren. Aber wie viele machen das schon? Ich auf jeden Fall nicht. Ich meine, vielleicht würde ich sogar machen, hätte ich nicht langweilige Freunde, langweilige Eltern und ein langweiliges Leben. Ich denke natürlich oft daran, dass Gott oder wer auch immer mir ein Leben schenkte, dass er anderen nicht gab, trotzdem will ich ein spannenderes Leben, ein Leben wo ich auf alle Konsequenz scheiße und wo ich wirklich Spaß habe. Ich würde gern ans Meer. Ich kann noch nicht mal Auto fahren, wie soll ich dann erst den Weg zum Meer finden? Und alleine? „Ska! Kommst du bitte Essen!“ reißt mich meine Mutter mich aus meinen tiefgründigen Gedanken Read the rest of this entry »

Langsam wird es kalt draußen. Es ist dunkel und es gibt keine Laternen. Ich sehe rein gar nichts. Sebastian hat aber auch an eine Jacke gedacht und an drei super helle Taschenlampen.

Was machen wir eigentlich hier? Also, warum sind wir im Wald, wo wir eh kaum etwas sehen und nicht im schönen warmen Bett liegen und schlafen, damit wir morgen in der Schule nicht müde sind?“ Read the rest of this entry »

Nach dem Ausritt bin ich so erschöpft, dass ich gar keine Lust mehr habe, zur Kostümprobe zu gehen. Ich habe aber zu gesagt, also muss ich auch hin gehen. Mason hat eh nichts anderes vor, deswegen kommt er mit. Vor dem Theater ist schon viel los. Heute ist die Premiere vom Jazzkurs. In der Gruppe ist die Tratschtante. Wir werden das Märchen Aschenputtel als Ballett vorführen und ich werde die Stiefmutter tanzen. Wir bekommen super schöne Kleider und manche auch Perücken. Read the rest of this entry »

ch stehe wie erstarrt da. Ich weiß weder was ich machen soll, noch was ich sagen soll. Laura kommt und versucht mich aufzuheitern, es sei das beste gewesen, Oma sei jetzt von ihrem Schmerz befreit und solche Sachen, aber was weiß sie schon davon, wie man sich fühlt. Ich will Oma noch ein letztes mal sehen, aber sie lassen mich nicht hin. Meine Mutter hat es verboten. Ich bin traurig und kann es noch nicht einmal verbergen. Also gehe ich raus, hole mein Fahrrad und fahre nachhause. Ich will weg, weg von den Menschen, die mir nicht erlaubten mich von Oma zu verabschieden, weg von denen die mich mitleidig angucken und mich versuchen mit „Sie ist erlöst“ aufzuheitern. Mein Weg führt mich zu Jeany. Ich hole Winnetou aus dem Haus, Sattle Jeany und reite los. Ich reite am See von heute Nachmittag vorbei und noch weiter. Plötzlich klingelt mein Handy. Es ist Laura. Read the rest of this entry »

Am nächsten Morgen wurde ich unsanft von Laura geweckt.

Lena! Los jetzt steh schon auf ich wecke dich schon zum dritten mal und du liegst da immer noch.

Wir haben es schon halb sieben. Na los!“

Wann hattest´n du vor mich zu weck´n?“ Bring ich noch einiger maßen vernünftig raus.

Na um sechs Uhr. Jetzt sag ja nicht, dir reicht morgens eine halbe Stunde. Also du bist doch verrückt!“ sagt meine Freundin empört. Read the rest of this entry »

Zum Glück hatte niemand von unserem Ausritt etwas mitbekommen. So konnten wir unbemerkt unsere Pferde absatteln und auf die Wiese bringen. Um zwei Uhr am Nachmittag werden nun auch Mason und André wach. Als erstes Frühstücken wir zusammen und putzen späten Nachmittag unser Sattelzeug. Ich flechte Black Rose noch Zöpfe in die Mähne, aber für Jeany reicht die Zeit nicht mehr, denn plötzlich hören wir schreie aus Omas Anbau. Mama und Papa laufen aus Panik unkoordiniert durcheinander. Ich habe noch nicht ganz verstanden was los ist. Mama weint und Papa ruft hektisch jemanden an. Er nennt unsere Adresse und fragt immer wieder etwas nach, weil er es nicht verstanden hat. Mason ist nun auch von Panik überfallen und als ich ihn frage, was los sei, meint er ich soll ruhig bleiben und am besten im Stall auf ihn warten. „Kann mir jemand mal erklären was hier vorgeht?“ Ich sehe Mason, André und Laura fragend an. Read the rest of this entry »

Oma!“ rufe ich und laufe ihr in die Arme. Oma ist schon fast achtzig Jahre alt und ich habe immer Angst, dass wenn sie sich erschreckt, einen Herzinfarkt bekommen könnte. Mama und Papa sagen das es völliger Unsinn sei, aber wer weiß. Read the rest of this entry »

Nein!“ lautet die Antwort des Arztes.

Aber…“ ich will Widerspruch einlegen.

Das kann ich als Arzt nicht verantworten. Es tut mir leid. Wenn du Glück hast, kannst du morgen Abend nach hause und nächsten Donnerstag am Unterricht teil nehmen.“

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Ich bin auf einer Wiese. Die Wiese ist mit Blumen übersät und riesig groß. Ich laufe, springe und hüpfe umher. Bei mir sind Winnetou, Black Rose und Jeany. Ich bin überglücklich. Plötzlich verschwimmt die Wiese und ich höre Stimmen, die leise miteinander tuscheln.
Meine Augen blinzeln in helles Licht und langsam gewöhne ich mich daran und erkenne ein paar unbekannte Gesichter um mich herum. Sie sehen mich erwartungsvoll an, nur dass heute nicht mein Geburtstag ist, und diese Menschen weder meine Familie sind, noch in meinem Zimmer um mein Bett herum stehen. Ich will mich gerade aufrichten, da verschwimmt das Bild wieder und als ich das nächste mal aufwache ist es Mama, die an meinem Bett sitzt und mich anlächelt, bevor mich die Medikamente wieder in die tiefen meines Traumes entführen.
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Der Abend war viel zu früh vorbei und auch die Nacht, war zu kurz zum ausschlafen. Der nächste Tag begann für mich zu früh. Der Lärm weckte mich. Ich krieche also aus dem Zelt, dass ich mit Laura teilte, hinaus, um zu sehen, was dort draußen los ist . Plötzlich höre ich hinter mir Schritte und als ich mich umsehe, erkenne ich Mason, der wohl auch wegen der lauten Geräusche draußen wach geworden war. Die Peinlichkeit von gestern Abend war immer noch nicht ganz vorüber. Ich schämte mich für die Gefühle, die ich mir eingestehen musste.

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