Scheiße. Das Buch das Jayden mir gekauft hatte heißt Das Vergessen. Auf die erste Seite hatte er geschrieben: Ich werd dich nie vergessen. Eigentlich ist es schön gemeint, doch jetzt kommt es mir vor als ob er meint: Ich werd nie vergessen das du ihn geküsst hast. Und verzeihen auch niemals. Wie auch? Er ist der einzige der wirklich zu mir hält und ich hinter gehe ihn eiskalt! Heute habe ich noch nicht mal ein Kissen an dem ich meinen Gefühlen Ausdruck geben kann. Ich schaue auf mein Handy: vier Mitteilungen. Read the rest of this entry »
„Na, dann will ich mal nicht weiter stören!“ leise schließt sie die Tür hinter sich und Jayden kommt unter dem Bett hervor:“Das war knapp!“ zu knapp! „Ska, ich glaub ich muss gehen! Aber hier, ich hab dir dein Handy mit gebracht!“ Er legt es mir auf meinen Nachttisch und verschwindet wieder aus dem Fenster. Read the rest of this entry »
Es klopft zweimal leicht und kurz darauf höre ich Bens Stimme, wobei in meinem Kopf nur ein Bild seiner wunderbaren Augen herum fliegt:“Hey, du bist vorhin so schnell weg gerannt und dann hab ich dich schreien hören, deswegen bin ich nicht..“ ich unterbreche ihn:“Willst du nicht rein kommen?“ einen Moment herrscht Stille:“Nein, ich wollte nur sagen, du kannst dich beim Abendbrot gern zu mir setzten“ seine Stimme klingt nervös, ich freue mich über sein Angebot und höre leise Füße davon tippeln. Ich weiß nicht warum, aber Ben ist mir unglaublich sympathisch, bei ihm habe ich das Gefühl er kennt mich, er kennt mich wirklich. Ich werde nie mehr sein, als ich bin, doch jetzt werde ich dort raus gehen (in meinem Fall in den Essenssaal) und ihnen zeigen, dass ich kein Häufchen Asche bin. Ich bin ein Kampf Leopart, schleichend, elegant,eindrucksvoll, leise, aber trotzdem extrem stark. Read the rest of this entry »
Das Mittagessesn in einer Psychatrie ist nicht so schlimm wie ich dachte, der Ort an dem man isst ist schlimm, aber das Essen an sich nicht. Heute gibt es Pizza und ich betrete den trostlosen Esssaal mit großem Hunger, sofort stürze ich mich auf das nächst größte Stück und verziehe mich auf dem Platz, auf dem heute morgen auch schon saß. Die Mädchen die heute morgen über Therapien geredet haben, reden jetzt über Beauty Tipps, sie haben wohl noch nicht begriffen, das sie hier kein Arsch sieht. Es bohrt sich ein Blick in meine Wange, so das ich die Beführchtung habe, gleich nur noch eine zu haben. Um nicht komplett dumm auszusehen, drehe ich mich nicht in alle Richtungen um, um zu sehen wer es ist. Ich halte stand und esse bloß weiter meine Pizza. In dem Moment, in dem meine Wange droht weggeätzt zu werden, hebe ich den Blick und schaue in dunkel braune Augen. Read the rest of this entry »
„AAAAAAHHHHHHHH“ ich schreie laut, womit ich mich selber aus dem Schlaf reiße, drei Sekunden später ist eine Schwester neben meinem Bett:“Was ist los?“ fragt sie besorgt. Sie sieht nett aus. „Wo bin ich?“ ich hoffe so sehr sie beantwortet es mir.
„Also, eigentlich darf ich das nicht… aber, ach, komm“ sie schließt die Tür „Dein Freund hat dich hier hergebracht, weil du an irgendwas sehr stark gelitten hast. Wie sich herausgestellt hat könnte es mit deinem Unterbewusstsein und mit Stress zu tun haben, es könnte aber ebenso Schizophrenie sein.“ Mir wird schwindelig, wenn es so ist wie sie sagt, was war dann echt und was nicht? Hat Jayden mich wirklich geküsst? Read the rest of this entry »
Ich hasse das Klingeln meines Weckers, das macht mich immer unglaublich aggressiv! Im Bett ist es so schön warm, genau wie jetzt, aber dann muss er dich aus dem Schlaf reißen. Es ist zwei Uhr Nachts, in einer Stunde werde ich Cloe treffen, mein Herz schlägt schnell. Prompt bin ich hell wach. Was werden wir machen? Ich muss leise sein. Ich packe mir eine kleine Tasche mit einer Taschenlampe, Portmonee und Deo, im großen und ganzen, die Sachen die ich über all mit hin nehme. Nochmal schnell ins Bad, dann laufe ich zu Fuß zum N Ben Maddox Way, alles ist gespenstisch Still und dunkel, nur die Straßenlateren erhellen die dunkle Nacht. Um fünf nach drei bin ich bei Cloe, da ich um diese Uhrzeit nicht bei ihr klingeln will, rufe ich sie an. Ich hoffe ich habe sie nicht falsch verstanden. Read the rest of this entry »
Wie viel Uhr ist es? Nein! Schon halb sieben, ich muss aufstehen und zur Schule gehen! Nur nebenbei: Zur langweiligen Schule. Ich sprinte förmlich aus dem Bett, da ich es leichter finde kurz und schnell aufzustehen, als lange und langsam. Mein Fuß berührt irgendwas, ich ziehe ihn ein, worauf hin ich mit dem ausgestreckten Händen auf den mit Teppich ausgelegten Boden falle. Ich drehe mich um, um zu schauen auf was ich getreten bin, es ist eine braune Haarklammer, die nun in drei Teile zersprungen ist. Egal, sie war eh nicht sonderlich schön. Ich stehe unter schweren Bedingungen wieder auf und gehe ins Bad, schnell dusche ich mich, schnell heißt bei mir eine halbe stunde. Während das warme Wasser mir den Körper runter läuft, zerbreche ich mir den Kopf über Kyla. Kyla ist einer meiner engsten Freundinnen, sie ist wie man sich wohl schon denken kann, langweilig. Ich meine, nicht das ich mit ihr kein Spaß habe oder so, aber wir sprayen nicht an Häuser oder quatschen einfach so irgendwelche Jungen an. Vielleicht denkt Kyla ja genau das selbe! Das ich langweilig bin und sie gern verbotene Sachen machen würde, vielleicht musste nur einer von uns genug Mut haben es anzufangen. Read the rest of this entry »
Ich glaube jeder vernünftige Jugendliche in unserem Alter hat das Verlangen auf Abenteuer- sich ein Auto zu nehmen und einfach ans Meer zu fahren. Aber wie viele machen das schon? Ich auf jeden Fall nicht. Ich meine, vielleicht würde ich sogar machen, hätte ich nicht langweilige Freunde, langweilige Eltern und ein langweiliges Leben. Ich denke natürlich oft daran, dass Gott oder wer auch immer mir ein Leben schenkte, dass er anderen nicht gab, trotzdem will ich ein spannenderes Leben, ein Leben wo ich auf alle Konsequenz scheiße und wo ich wirklich Spaß habe. Ich würde gern ans Meer. Ich kann noch nicht mal Auto fahren, wie soll ich dann erst den Weg zum Meer finden? Und alleine? „Ska! Kommst du bitte Essen!“ reißt mich meine Mutter mich aus meinen tiefgründigen Gedanken Read the rest of this entry »